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Aussaat im Frühling: Was Sie von März bis Mai säen und pflanzen

Aussaat im Frühling: Was Sie von März bis Mai säen und pflanzen

 

Die Aussaat im Frühling entscheidet über Menge und Zeitpunkt der Ernte: Wer im März die richtigen Kulturen ins Gewächshaus bringt und im Mai erst nach den Eisheiligen auspflanzt, erntet früher und verliert keine Pflanzen an Spätfrost. Nach diesem Artikel kennen Sie die Termine für März, April und Mai, wissen, wie Sie richtig direkt säen, und wie Sie vorgezogene Pflanzen sicher ins Beet bringen.

Wann beginnt die Aussaat im Frühling?

Nicht der Kalender, sondern die Bodentemperatur gibt den Start vor. Die meisten Gemüsearten keimen ab 8 °C Bodentemperatur zuverlässig, Bohnen, Gurken und Kürbis erst ab 12–15 °C. Ein einfaches Bodenthermometer in 5 cm Tiefe, morgens abgelesen, nimmt Ihnen das Raten ab.

Als grobe Orientierung für Mitteleuropa: Im Grazer Becken und in Weinbaulagen ist der Boden Anfang bis Mitte April warm genug, im Alpenvorland und in Lagen über 600 m Ende April, in Norddeutschland je nach Küstennähe Mitte April. Im Gewächshaus liegt man 3–4 Wochen davor.

Aussaatkalender März bis Mai

MonatIm GewächshausIm FreilandAuf der Fensterbank
MärzSalat, Spinat, Radieschen, Kohlrabi, Rucola säen, Frühkohl pflanzenAb Ende März: Erbsen, Dicke Bohnen, Pastinaken, SpinatTomaten, Kohlrabi, Brokkoli, Basilikum
AprilAb Mitte April Tomaten pflanzen (mit Vlies für kalte Nächte), Gurken säenKarotten, Rote Rüben, Radieschen, Zwiebeln, Salat, Kohlrabi pflanzenGurken, Zucchini, Kürbis in Töpfen
MaiGurken, Paprika, Melanzani pflanzen, Melonen setzenNach dem 15. Mai: Bohnen, Zucchini, Kürbis, Tomaten pflanzen, Mais säenLetzte Sätze Basilikum, Nachsaat Salat

Die Vorkultur für alle Pflanzen aus der rechten Spalte ist im Artikel Aussaat vorbereiten genau beschrieben.

Direktsaat ins Beet: So gelingt sie

  1. Boden vorbereiten wie in der Bodenvorbereitung beschrieben, feinkrümelig rechen.
  2. Saatrille mit dem Stielende des Rechens ziehen, Abstand und Tiefe laut Packung (Faustregel: 2- bis 3-mal so tief wie das Samenkorn).
  3. Rille vor dem Säen angießen, dann säen, mit Erde bedecken und leicht andrücken. So bleibt die Feuchtigkeit unten, die Oberfläche verkrustet nicht.
  4. Reihen mit Stecketikett markieren und bis zum Auflaufen feucht halten – Karotten und Petersilie brauchen dafür bis zu 3 Wochen.
  5. Nach dem Auflaufen vereinzeln: Karotten auf 3–5 cm, Rote Rüben auf 8–10 cm, Salat auf 25–30 cm.

Praxistipp: Säen Sie in Karottenreihen einige Radieschen mit. Sie keimen nach 4–5 Tagen, markieren die Reihe fürs Hacken und sind geerntet, bevor die Karotten Platz brauchen.

Satzweise säen statt alles auf einmal

Salat, Radieschen, Kohlrabi und Spinat reifen fast gleichzeitig, wenn sie am selben Tag gesät werden. Besser: alle 2–3 Wochen einen kleinen Satz. Für zwei Personen genügen pro Satz 6–8 Salatköpfe oder eine 1-Meter-Reihe Radieschen. So ernten Sie von April bis Juni laufend frisch, statt im Mai 30 Köpfe Salat auf einmal zu haben.

Auspflanzen nach den Eisheiligen

Die Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sind kein Aberglaube, sondern eine Phase, in der Kaltlufteinbrüche statistisch häufig sind. Frostempfindliche Kulturen – Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbis, Bohnen, Basilikum – kommen im Freiland erst danach ins Beet. In Tal- und Senkenlagen, wo sich kalte Luft sammelt, auch erst Ende Mai.

  • Abhärten: 7–10 Tage vorher tagsüber ins Freie oder ins Gewächshaus stellen.
  • Pflanzzeit: am späten Nachmittag oder bei bedecktem Himmel, nie in praller Mittagssonne.
  • Tiefe: Tomaten bis zu den ersten Blättern eingraben, sie bilden am Stängel neue Wurzeln. Kohl bis zu den Keimblättern, Salat dagegen flach, das Herz muss frei bleiben.
  • Angießen: 1–2 Liter pro Pflanze, danach 3–4 Tage nur bei Trockenheit gießen.

Praxistipp: Kündigt der Wetterbericht nach dem Auspflanzen Bodenfrost an, legen Sie am Abend Gartenvlies (17–30 g/m²) über die Pflanzen. Das schützt bis etwa −3 °C. Im Gewächshaus reichen meist geschlossene Fenster und ein Vlies über empfindliche Jungpflanzen.

Diese Wochen im Gewächshaus und im Freiland

  • Im Gewächshaus: Ab März erste Ernte von Radieschen und Pflücksalat möglich. Tagsüber ab 25 °C lüften, nachts schließen. Ab Mitte April Tomaten pflanzen und Rankschnüre spannen.
  • Im Freiland: Bis Ende April nur kälteverträgliche Kulturen. Beete zwischen den Reihen hacken, Schnecken früh kontrollieren. Ein Frühbeet überbrückt die Zeit bis Mitte Mai für Salat und Kohlrabi.

Häufige Fragen

Was kann man im März direkt ins Freiland säen?

Ab Ende März, wenn der Boden abgetrocknet ist: Erbsen, Dicke Bohnen, Spinat, Radieschen und Pastinaken. Sie vertragen leichten Frost.

Wann darf ich Tomaten ins Gewächshaus pflanzen?

Ab Mitte April, wenn die Nachttemperatur im Gewächshaus nicht mehr unter 8 °C fällt. Bei angekündigtem Frost ein Vlies über die Pflanzen legen.

Was passiert, wenn ich vor den Eisheiligen pflanze?

In milden Jahren nichts. Bei einem Kälteeinbruch erfrieren Tomaten, Gurken und Bohnen bereits bei 0 °C, und schon Nächte unter 5 °C bremsen das Wachstum für Wochen.

Warum keimen meine Karotten nicht?

Meist war die Oberfläche zu trocken oder der Boden zu kalt. Karotten brauchen 2–3 Wochen gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein Brett oder Vlies auf der Saatreihe hilft, bis die ersten Spitzen erscheinen.

Nach der Aussaat geht es mit der Pflege der Pflanzen weiter. Wer im Frühling mehrere Wochen gewinnen will, findet bei WillowPlant Gewächshäuser und Frühbeete für jede Gartengröße.

 

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